Sunday, February 23, 2014

Der Goldene Schlüssel

Der Goldene Schlüssel

Zur Winterszeit, als einmal ein tiefer Schnee lag, musste ein armer Junge hinausgehen und Holz auf einem Schlitten holen.

Wie er es nun zusammengesucht und aufgeladen hatte, wollte er, weil er so erfroren war, noch nicht nach Haus gehen, sondern erst Feuer anmachen und sich ein bisschen wärmen.

Da scharrte er den Schnee weg, und wie er so den Erdboden aufräumte, fand er einen kleinen goldenen Schlüssel.
Nun glaubte er, wo der Schlüssel wäre, müsste auch das Schloss dazu sein, grub in der Erde und fand ein eisernes Kästchen.

Wenn der Schlüssel nur passt! dachte er, es sind gewiss kostbare Sachen in dem Kästchen. Er suchte, aber es war kein Schlüsselloch da, endlich entdeckte er eins, aber so klein, dass man es kaum sehen konnte. Er probierte, und der Schlüssel passte glücklich.

Da drehte er einmal herum, und nun müssen wir warten, bis er vollends aufgeschlossen, und den Deckel aufgemacht hat, dann werden wir erfahren, was für wunderbare Sachen in dem Kästchen lagen.

Es war ein Gefühl--es war Schokolade und Zimt und Wärme in der Nacht und Kindheitsräume und Gesang in der Ruhe des Morgens und der Geruch der Mutter und alle, dass sie einen Kind furchtlos und glücklich machen können. Es war ein Gefühl, dass alle besser werden können. Die Zeiten könnten öde und hart und unversöhnlich waren, aber die Zeiten änderen. Diese Winterzeit wird passieren auch, dachte er mit Wunder. In dem Kästchen war Hoffnung.

Und so kam Hoffnung in der Erde, und mit ihr Frühling, damit alle Leute erinnern können, dass Zeiten besser werden können.

Und das Kind lebte und starb, alle mit Hoffnung in seinem Herz.


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