Tuesday, April 1, 2014

Die Einhörne und Das Kind

Die Einhörner und Das Kind

Es war einmal vor langer, langer Zeit, ein Kind und auch da war ein Einhorn. Das Kind hatte keinen Namen, oder vielleicht nur das Kind kannte seinen Namen. Das Einhorn hatte keinen Namen auch, weil ein Einhorn nicht eindeutig ist.
Das Kind hatte gute Eltern, aber es machte nicht immer, was die Eltern wollten, weil es ein Held werden wollte, und es wusste, dass Helden nicht immer machten, was die Eltern wollten.
Eines Morgens sagten die Eltern, “Mein Kind, mein liebes Kind, mein Kindchen, du musst nie in den Wald ohne uns gehen. Niemals.
Das Kind dachte, ‘Warum nicht?’
Aber das Kind wusste, denn es keine Antworten bekommt, wenn es seine Eltern fragen würde. Deshalb sagte das Kind, “Meine Eltern, meine gute Eltern, meine lieben Eltern, ich will in den Wald ohne euch gehen, und ich werde das heute Nachmittag!”
Und die Eltern lachten.
Am Nachmittag sollte das Kind Brennholz holen. Es sah links und rechts. Die Eltern waren am Vorbau, und es war ein klarer und sonniger Tag. Dann ging es in den Wald ohne seine Eltern. Das Kind wusste, wenn man etwas verboten macht, dann müss man die Dinge in Sichweite machen.
‘Die besten Lügen sind die Wahrheiten’, dachte das Kind.



Es ging weiter und weiter in den Wald, und sah ein Einhorn. Das Kind war nicht erstaunt; es war in dem Wald, dem verboten Wald, und es wusste, dass ein Held komische Dinge in den Wald findet.
Das Einhorn sagte, “Herr Kind, Herr Kind, Herr unschuldiges Kind, ich muss dich töten, weil du ein Kind bist, und deshalb bist du unschuldig.”
Das Kind dachte, ‘Was.’
Das Einhorn sagte auch, “Herr Kind, Herr Kind, Herr unschuldiges Kind, wir, die Einhörner, lieben Unschuld, und deshalb beschützen wir Unschuld. Wenn du stirbst, wird die Unschuld konserviert. Wenn du nicht stirbst, wirst du ein oder eine erwaschsene Person, und du zerstörst deine Unschuld. Deshalb muss ich dich töten.”
Das Kind hatte schwarze Augen, reflektierend und tief und ruhig. Es weichete zurück und seine Augen sahen so wie abfaulendes Brot aus.
Das Einhorn blieb stehen und sagte, “Oh, du bist nicht ein Kind! Ich sehe. Du bist ein Gauner! Herr Gauner, Herr Gauner, Herr verhasste Gauner, ich weiß, was Gauner machen. Du täuschst ein Kind vor, und dann wenn ich versuche dich zu töten, lachst du und machst aus mir einen Dummkopf! Ich sehe. Mir sind viele Gauner begegnet, und ich bin älter und weiser als du. Ich werde abseits von dir gehen! Widerlicher Gauner.”
Und dann ging das Einhorn weg vom Kind.


Das Kind war verwirrt.
Es dachte, ‘Ich bin ein Held. Ich muss nie lügen, und wenn ich die Wahrheit nicht sage, dann ist das eine Lüge. Deshalb wenn ich ein anderes Einhorn oder eine andere komische Person sehe, muss ich sagen, dass ich kein Gauner bin, und dass ich nur ein Kind bin.’
Das Kind ging weiter und weiter in den Wald, und sah ein Einhorn nur noch einmal wieder.
Dieses Einhorn sah das Kind auch und sagte, “Herr Kind, Herr Kind, Herr unschuldiges Kind, ich muss dich töten, weil du ein Kind bist--”
Das Kind unterbrach inh, “Ich bin nur ein Kind! Ich bin nicht ein Gauner, und ich bin nicht hier, Sie betrigen mich! Ich bin nicht ein Gauner, der ein Kind vortäuscht, und ich werde nicht lachen und ich werde aus Ihnen keinen Dummkopf machen!”
Dieses Einhorn stützte über die ungeschlagenen, seltsam spezifischen Worte. Es sah verwirrt und dann selbstgefällig aus.
Es sagte, “Ah, aber--Herr Gauner, Herr Gauner, Herr komischer Gauner, du musst ein Gauner sein! Ich sehe deine Idee. Du sagst mir was du nicht machen wirst, und dann du machst das, wenn ich dir glaube! Und dann lachst du über deine Klugheit. Ach, ich bin kein Dummkopf. Ich bin älter und weiser als du, und ich sehe die Ideen der Gauner. Ich werde dich nicht töten und ich werde abseits von dir gehen! Gut Versuches, Herr oder Frau Gauner!”


Das Kind war verwirrt.
Das Kind ging weiter und weiter in den Wald und kam nach Hause.
Und es saß zu Hause und fragte seine Eltern, “Seid ihr böse auf mich?”
Die Eltern wundern sich. Sie sagen, “Unser Kind, unser liebes Kind, unser Kindchen, warum sollen wir böse auf dich? Du warst in dem Garten am Nachmittag. Wir sind älter und weiser als du, und du würdest nicht Verbotenes machen, und wenn du etwas Verbotenes machen würdest, wüßten wir es. Komm ins Bett, es ist spät und neben uns ist noch Platz.”

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